Manchmal staune ich ĂŒber mich selbst und es fĂŒhlt sich immer ein wenig nach Fremdgehen an, wenn ich so dermassen abgehe auf puren Heavy- und Hard Rock, im Kontrast zu meinem doch eher extremen und dĂŒsteren Geschmack, doch wenn ich es mir recht ĂŒberlege, ist es stets die Magie, die mich bei Musik anzieht, und davon hat PHANTOM SPELL wirklich mehr als genug. Es ist zudem eine Art Zeitreise zu den Quellen, ein Wiederverbinden mit den Wurzeln schwermetallischer KlĂ€nge, hier eben mit dem Progrock der 70er Jahre, der damals zeigte, wie sich eingĂ€ngige Melodien auch mit anspruchsvollen (Dis)Harmonien verbinden lassen.
Ăhnlich wie mit Kyle McNeills Projekt hier erging es mir in den letzten Jahren beispielsweise mit TANITH, WYTCH HAZEL oder HĂLLAS, und das, obwohl ich kein wirklicher Retro- oder Vintage-Metal-Fan bin. Doch dem 70ies Prog/Rock Ă la KANSAS, WISHBONE ASH und URIAH HEEP, der sich auf treibende und herrlich solierende Gitarren, atmosphĂ€rische, gerne melancholische Keyboards und charakterstarke Stimmen als Hauptelemente fokussiert und damit eine Larger-than-Life-Stimmung, die man auch gerne episch nennen kann,  ohne bombastisch zu sein, erzeugt, ihm wohnt eben viel der oben erwĂ€hnten Magie inne, und dazu eine vertrĂ€umte, folkloristische Zeitlosigkeit, die einfach…