ROCK FOSSILS on Tour

  • Wann? 09.04. – 04.09.2022

  • Wo? Senckenberg Naturmuseum, Frankfurt a.M.

  • Was? Ausstellung

True Love never dies! Das Naturkundemuseum rockt!

Paläontologie und Metal??? Wo ist denn da das Missing Link?

Was passiert, wenn sich begeisterte Paläontologen, die alle selbst absolute Metalheads sind, mit ebensolchen Museumskuratoren und Designern zusammentun? Sie entwickeln eine Wanderausstellung aus Fossilienmodellen, die allesamt nach Metalmusikern und Lieblingsbands benannt sind, und schicken sie auf Tour durch Europa – Metalfestivals wie das Copenhell oder Sweden Rock inklusive. Jetzt kommen die ROCK FOSSILS ins Senckenberg Museum Frankfurt!

Alles begann damit, dass Prof. Mats Eriksson, ein schwedischer Paläontologe, einem bisher unbekannten, über 400 Millionen Jahre alten marinen Borstenwurm den Namen “Kingnites diamondi” verpasste, und ebenfalls metallaffine Fachkollegen das mitbekamen. Es ist unter Fossilienforschern nicht ungewöhnlich, neu entdeckte uralte Lebensformen nach persönlichen Idolen zu taufen, aber Metalbands, Rockmusiker oder Lieblingssongs sind dann doch eine eher aussergewöhnliche Wahl.

Als nach etwas Recherche jedoch klar wurde, dass bereits 50 Fossilarten metallisch getauft wurden, war die Idee zu dieser Ausstellung geboren. Ein Team aus Forschern, Museumskuratoren, Designern und der Kopenhagener Modellbaufirma 10 TONS begann damit, einer Auswahl der spektakulärsten rockenden Urtieren reelle Dreidimensionalität zu geben. Seine sinistre Majestät, KING DIAMOND himself, eröffnete 2013 die erste Ausstellung im dänischen Geomuseum Faxe.

Seitdem präsentiert sie die versteinerten Lebensformen von Dinosauriern, prähistorischen Vögeln, Fischen, Säugetieren, Stachelhäutern und Schnecken als überlebensgrosse Modelle auf Tour durch Europa.

Mit ihm fing alles an:

Der fossile Ringelwurm Kingnites diamondi wurde auf der Basis fossiler Kieferteile erstbeschrieben und nach dem dänischen Musiker King Diamond benannt.

Und sie machen auf Festivals, aber vor allem in Naturkundemuseen Halt. Esben Horn vom renommierten und preisgekrönten Studio 10 TONS hat den paläontologischen Rekonstruktionen Leben durch ihre starke Präsenz, überdimensionale Körperlichkeit und ihre hervorragende Qualität verliehen. Die künstlerisch inspirierten Exponate bestechen durch ihren beeindruckenden Realismus und ihre wissenschaftliche Präzision. Hier werden Fans zu Forschern, kommen Musikfreaks und naturkundlich Interessierte zusammen – und solche, die in beide Schubladen passen. Fossilien sind alles andere als verstaubt und versteinert!

Kalloprion kilmisteri, ein fossiler Ringelwurm, wurde nach dem britischen Musiker Lemmy Kilmister benannt.

Wissenschaftlich und didaktisch spannend aufbereitet, aber auch witzig und schrullig präsentiert die Ausstellung realistische Modelle von Fossilien, die nach dem „Who is Who“ Rockwelt benannt sind: von AC/DC, den Sex Pistols und den Ramones, den Beatles und den Rolling Stones bis hin zu Rotting Christ, Cannibal Corpse, Accept, Lemmy (noch warziger geht kaum…), Alyssa White-Gluz und Mark Knopfler – sie alle fanden ihren Platz in der Naturgeschichte, und ROCK FOSSILS liefert In dieser faszinierenden Synthese das Hintergrundwissen zu versteinerten Lebewesen aus allen Epochen neben ihren Namensgebern.

Die teilweise bizarren Exponate reichen von fein gearbeiteten lebensechten Modellen bis hin zu einer überdimensionalen Zwei-Meter- Fossilien-Couch aus Leder. Besucher können an Hörstationen dem Sound der Rockstars lauschen. Auf ungewöhnliche Weise wird die Leidenschaft für längst ausgestorbene Lebensformen geweckt, die heute vielleicht grotesk erscheinen. Und die Leidenschaft der steinbegeisterten, aufgeschlossenen Naturwissenschaftler wird szenetypisch dokumentiert. Die Ausstellung wächst dabei immer weiter, indem Museen neue Modelle hinzufügen (Edit nach Ausstellungseröffnung: in Frankfurt ist das nun der 30 Mio. Jahre alte Schlangenstern Ophiura tankardi, entdeckt südlich von Mainz und benannt nach den Frankfurter Thrashurgesteinen) . Also – nicht verpassen, wenn ihr weiterhin mitreden wollt unter Metalnerds….

Schlangenstern Brezinacantha Tolis
Brezinacantha Tolis, ein fossiler Schlangenstern, wurde nach Sakis und Themis Tolis, den Gründermitgliedern der Metal-Band Rotting Christ, benannt.
Sakis Tolis with Brezinacantha tolis trophy
Sakis Tolis mit Brezinacantha tolis


Mehr Infos zur Sonderausstellung im Senckenberg Museum findet ihr hier.

https://museumfrankfurt.senckenberg.de/de/ausstellung/sonderausstellungen/rock-fossils/

http://www.rock-fossils.com/

Arcticalymene viciousi, Trilobiten, wurden nach dem Sex-Pistols-Bassisten Sid Vicious benannt. 

Alle Bilder: © 10 Tons

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2 Kommentare

  1. Die schaue ich mir morgen an…

    1. Super, viel Spass! Bin gespannt wie Du es findest…

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